"Time is brain" – Förderverein Flensburger Kliniken e.V.
12.06.2026Zum Gastvortrag von Gerd Pontius, dem1. Vorsitzenden des Fördervereins Flensburger Kliniken e.V., hatte unser Mitglied und heitiger Tagessprecher Hauke Präger (www.vrbanknord.de) eingeladen. Anders als die übrigen Kliniken in Schleswig-Holstein mussten Flensburgs Kliniken lange Zeit ohne Förderverein auskommen. Erst im Oktober 2024 wurde der Förderverein Flensburger Kliniken e.V. mit dem Ziel gegründet, die Arbeit der Flensburger Kliniken speziell mit Blick auf Investitionen in innovative Technologie zu unterstützen.
Seither profitieren DIAKO, Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital, des Hospitz sowie die Psychiatrie Flensburg und perspektivisch ab 2030 auch das neue Fördeklinikum Katharinen-Hospital von der Arbeit des Vereins, wenn es darum geht, Innovationslücken zu schließen.
Aber wieso brauchen unsere Kliniken denn überhaupt Unterstützung? Sorgt denn unser Gesundheitswesen nicht dafür, dass Patienten die optimale Versorgung erhalten? Ja und nein. Eine sehr gute Versorgung auf dem Stand der Technik ist gewährleistet. Investitionen in neue Technologien dauern aufgrund langwieriger Genehmigungsverfahren allerdings oft lange und es ist darüber hinaus kein Geheimnis, dass die Kassenlage der Kassen eher zu Zurückhaltung führen. Andererseits schreitet die Entwicklung in der Medizin sehr schnell voran, sodass die Finanzierung der Kliniken mit der technologischen Entwicklung kaum schritthalten können. Hier kommt der Förderverein ins Spiel.
Ein Beispiel veranschaulicht das. Bei einem Schlaganfall gilt: “Time is brain”. Die schnelle Erkennung und ein entsprechen schnelles Einleiten von Maßnahmen sind das A und O. Jede Minute zählt. Je schneller die Behandlung von Patienten begonnen werden kann, desto größer sind die Chancen, dass Folgeschäden eines Schlaganfalls in Form von neurologischen Störungen erheblich geringer ausfallen oder auch ganz ausbleiben. Die Analyse mit Hilfe KI-unterstützter Verfahren sorgt dafür, dass genau diese Zeit gewonnen werden kann.
Die Krankenkasse zahlt in diesem Szenario zwar die Untersuchung, aber die Finanzierungsverfahren für die Neuanschaffungen von notwendigen Geräten, um besagte KI-unterstützte Verfahren nutzen zu können, dauern einfach zu lange. Hier kommt der Förderverein ins Spiel, der die Einführung neuer Technologien durch die Unterstützung solcher Vorhaben beschleunigt. Es geht also um die Frage, wie lange wir jeweils warten müssen, bis die Ausstattung der Kliniken den verfügbaren technischen Fortschritt auch nutzen kann.