Bild Flughafen Sonderborg

Sønderborg Lufthavn – "The Airport of the region"

17.04.2026

Beim heutigen Vortrag durften wir einen externen Gast begrüßen und so hieß es beim Vortrag von John R. M. Nielsen: „Today in English 😊”.

Der Luftwaffenpilot a.D. hatte nach Stationen bei SAS und Ryanair und Etappen in diversen Ländern die Landebahn des Sønderborg Lufthavn angesteuert und leitet seither den dortigen Betrieb in seiner Rolle als Manager Ops. 

Was macht den Sønderborg Lufthavn aus? Und wo will der Flughafen Sonderborg hin?

Vorab: es ist einfach unglaublich bequem. Aber erstmal etwas Geschichte…

Der Regionalflughafen hatte seine Anfänge als Luftsportverein. Aus gelegentlichen Taxiflügen in die dänische Hauptstadt Kopenhagen entwickelte sich nach und nach ab 1960 ein Regelflugbetrieb. Im weiteren Verlauf ging der Flughafen schrittweise in den Besitz der Stadt Sonderborg über. Das allerdings wurde aufgrund von EU-Richtlinien zunehmend schwieriger. Daher kam es 2021 zur Übernahme durch die BMC Fonden mit 50,1 % Anteil, sodass der Flughafen in private Eigentümerschaft überging. Das allerdings erforderte einen strategischen Plan für die Weiterentwicklung des Flughafens. 

Im Moment geht es von Sønderborg aus 5 Mal pro Tag nach Kopenhagen. Gut geeignet also für den Städtetrip oder aber man nutzt Kopenhagen als Hub, um den Zugang zu Fernflügen zu haben. Das Gepäck wird dann einfach bequem in Sonderborg aufgegeben. Heute verlassen sich jährlich gut 60.000 Fluggäste auf den Regionalflughafen. Neben dem bisherigen Schwerpunkt auf Geschäftsreisende soll künftig auch der Tourismus gestärkt werden. Der Entwicklungsplan zeigt Richtung 150.000 Reisende pro Jahr in 10 Jahren. 10% Wachstum pro Jahr sind dabei nicht nur ein ehrgeiziges Ziel, sie erfordern auch eine Modernisierung und Erweiterung des Flughafens, was am Thema Nachhaltigkeit nicht vorbei geht. Das Ziel ist eine möglichst grüne Entwicklung.

Neben Kopenhagen werden bereits heute zeitweise auch diverse andere Ziele von alsieexpress oder über Neubauer Touristik angesteuert. Was man vielleicht nicht denken würde, auch die Airbus 320 Klasse ist für den Flughafen kein Problem. Technisch ist der Flugbetrieb aus dem neuesten Stand, inkl. Remote Tower. Für die Zukunft werden die Fühler auch Richtung Balearen und weiterer beliebter Ziele ausgestreckt.

Zurück zum Thema Bequemlichkeit. Von Flensburg aus ist die Anreise kurz und malerisch, bevor man sich auf dem kostenlosen (!) Parkplatz einen Platz aussucht. In der Zeit, die man für die Anreise und Parkplatzsuche bei den üblichen Flughäfen benötigt, ist man in Sønderborg schon lange in der Luft. Der Check-in braucht nur wenig Vorlaufzeit, wobei die Professionalität der Abfertigung auf internationalem Niveau abläuft. Und dennoch geht es familiär und entspannt zu. 

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