Bilder vom Besuch in der Zentralwerkstatt

P-Plan – Bauen für die Kunst

09.01.2026

Auch im Angesicht winterlichen Wetters fand das heutige Frühstück des Empfehlungsclub statt und zwar in der Zentralwerkstatt des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters in Harrislee…. 

Unser Mitglied Jochen Peters (P-Plan Planungsgesellschaft mbH) hatte diesen Vor-Ort-Termin arrangiert, sodass es sich eigentlich um einen Termin der Kategorie „2 in 1“ handelte, denn einerseits konnte Jochen eines seiner Bauprojekte am lebenden Beispiel demonstrieren und andererseits hatte der EClub Gelegenheit, sich einen Eindruck von der Arbeit Zentralwerkstatt und des Landestheaters insgesamt verschaffen. Im Bauprojekt ging es darum, den Zwischenraum zwischen Halle 2 und 3 mit einer weiteren Halle zu überbrücken. Am Anfang eines solchen Erweiterungsbaus steht die Analyse des gewachsenen Bestands, die zumeist einige problematische Aspekte offenbart. Danach gilt es, die Nutzerwünsche bestmöglich zu realisieren und in einen Zeitplan zu packen, der den Werkstattbetrieb nicht übermäßig beeinträchtigt. Hierbei und in einem weiteren Projektbeispiel der Jugendherberge Eckernförde zeigten sich, dass jedes Projekt sehr individuelle Herausforderungen mit sich bringt, die es mit standardmäßigen Herausforderungen wie Brandschutz und Nachhaltigkeit (z.B. Stichwort „sortenreine Baustoffe“) in Einklang zu bringen.

Jochen Peters demonstrierte bei seinen Projekten Fokus auf die Bedarfe der Kunden, das Erwägen der Möglichkeit der „Heilung“ des Bestands und des zukunftsfähigen Bauens, damit kein Flickwerk entsteht, sondern eine planvolle Entwicklung in Phasen möglich wird. 

Der (Ein)Blick in die Zentralwerkstatt war beeindruckend, da sich hier solides Handwerk, minutiöses Projektmanagement und Kunst begegnen. Zumeist werden in diesem Spannungsfeld 5 Bühnenbilder parallel entwickelt und zur Bühnenreife geführt. Weitere besondere Herausforderungen bestehen in der Eigenart des Landestheaters. Anders als an statischen Spielstätten oder gar Häusern, die eigens für ein Stück errichtet werden, müssen die Bühnenbilder transportabel sein, den mehrfachen Auf- und Abbau überstehen und zu den Eigenheiten der einzelnen Spielstätten passen, wenn es zum Beispiel um so schlichte aber ergreifende Aspekte geht wie das Sichtfeld der Zuschauer. Und einiges muss noch während der Proben angepasst werden, wenn erst die Spielpraxis zeigt, dass auch die beste Planung nicht alles berücksichtigen kann, was das Theater so ausmacht.

Die Ergebnisse des Bühnenbaus und somit indirekt des Bauerweiterungsprojekts unseres Jochen Peters kann man sehen – einfach mal gute Vorsätze umsetzen und wieder ins Theater gehen. 

 

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